Instandhaltung in drei produzierenden Unternehmen

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00:00:00: Begleitendes Interview zum Thema Instandhaltung bei technischen Unternehmen.

00:00:06: Wir sprechen mit Wolfgang Konrad, herzlich willkommen Wolfgang Besten.

00:00:10: du stellst dich erst mal kurz

00:00:11: vor.

00:00:14: Vielen Dank Jochen!

00:00:16: Ich bin von der Ausbildung Herr Maschinenbauingenieur und habe über dreißig Jahre in der Industrie gearbeitet und bin seit Mitte dreiundzwanzig selbstständig als Berater unterwegs.

00:00:28: Relevant für Dieses Projekt sind drei Firmen, die ich herausgesucht habe, weil sie exemplarisch zeigen wie Instandhaltung organisiert werden kann.

00:00:43: Das ist zunächst die MTU und zwar die MT-U Error Engines, die im DAX gelistet ist Die im Prinzip zwei Standbeiner hat.

00:00:53: das eine ist alles was mit Entwicklung und neuer Fertigung zu tun hat Und das zweite ist die Instand Haltung von Flugmotoren und Industriegasturbinen.

00:01:05: Ich dürfte den Standort in Berlin-Brandenburg leiten von sieben bis zehntzehn, dort haben wir zur Hälfte Flugmotoren überholt und zur hälfte Industrie-Gasturbine.

00:01:19: Zur Überholung gehört auch die Reparatur.

00:01:22: das heißt wir hatten mehrere verschiedene Maschinen zur mechanischen Fertigung für die Galvanik für die Beschichtung Und letztendlich war es so, dass die Instandhaltung komplett lokal am Standort organisiert war.

00:01:43: Es gab keine Synergien mit den anderen Standorten, es gab lediglich Austausch der Experten und auch die Wartungsverträge waren alle lokal organisiert.

00:02:01: Das hat zum einen das begründet In dem unterschiedlichen Maschinenpark, der auch dort älter war als an den anderen Standorten.

00:02:12: Der Standort ist aus dem ursprünglichen Standort der DDR Luftwaffe entstanden und zum Anderen waren es spezielle Maschine die die anderen Standorte nicht hatten und das waren vor allem sehr viel weniger Maschinnen.

00:02:28: also es hätte sich nicht gelohnt Jetzt hier bürokratisch Synergien zu suchen mit den anderen Standorten, insofern waren wir da allein.

00:02:35: War die im Standhaltung

00:02:37: von diesem Standort oder von dem Maschinen der Standorte?

00:02:40: Dieses Standards war nur für die Fertigungsmaschinen zuständig oder auch für andere Themen über die Technik, Sight Chain oder so was?

00:02:54: Letztendlich war es so dass... Wir ja ein Reparatur Betrieb waren.

00:02:59: das heißt alle Maschinen die benutzt worden sind für die Reparaturen Die wurden von der internen Instandhaltung gewartet und repariert.

00:03:09: Alles andere wie Kräne alles was zum Facility Management gehört Das war separat organisiert Und Messtechnik War relativ überschaubar.

00:03:22: gab es eine Klammer zwischen den beiden in Standhaltungen also einmal Maschinenpark und einmal Gebäude-Technik?

00:03:32: Nein, das war sehr klar definiert.

00:03:34: Also der Strom bis zur Maschine musste funktionieren.

00:03:37: Der lag beim Facility Management und die Maschine selbst wurden von der Reparatur gewartet und repariert.

00:03:47: Ja jetzt vielleicht für unsere Themenstellung.

00:03:51: kannst du da noch so eine Hauptaktion.

00:03:57: Die Haupterkenntnis war, dass wir das sehr pragmatisch gemacht haben an dem Standort und wir auch keine größeren Ausfälle hatten.

00:04:08: An die ich mich jetzt erinnern könnte, die zu Schwierigkeiten in der Liefertreue geführt hätten.

00:04:16: Interessantes vielleicht aufzuwissen?

00:04:18: Man hatte versucht die Instandhaltung auszusorsen an die Firma Wiesack damals.

00:04:25: Das ist vor meiner Zeit passiert und ich habe das dann rückgängig gemacht, weil die Mitarbeiter, die man an den Visak abgegeben hat, im Prinzip das ganze Wissen hatten von unserem Standort der nicht dokumentiert war.

00:04:42: So dass die Visak nach einer gewissen Zeit das gesamte Wissen verloren hätte.

00:04:48: Dass sehr wertvoll ist, wenn man keine Dokumentation hat verloren geht, dann dauert es nicht lange bis man große Probleme bekommt.

00:05:00: Also hier war die Haupterkenntnis... Die Instandhaltung der Reparaturmaschinen muss die Kernkompetenz des Standorts sein.

00:05:09: Sehr

00:05:10: gut!

00:05:10: Danke dir!

00:05:11: Dann gehen wir weiter, LatteQuer?

00:05:16: Ja bei Latte Quer war ich direkt nach meiner Selbstständigkeit als COO Aerostructures Europe unterwegs hatte dann mehrere Berge für dich verantwortlich drei in Frankreich, eins in Belgien.

00:05:29: Eins in Tschechien und eins in Bulgarien.

00:05:33: Latikoeir ist Deutschland weniger bekannt.

00:05:36: In Frankreich kennt das jeder stellt heute Strukturen her für Flugzeuge alle bekannten Hersteller also Airbus, Boeing, Embraer.

00:05:51: Dasso und relevant hier Für einen Vergleich mit unserem Projekt ist der Standort in Prag.

00:06:01: Dort wurden die ganzen, das nannte man elementary parts Die ganze Teile hergestellt für die Mechanik von Türen Aus Rundmaterial aus Barstock.

00:06:14: Also gab es sehr große mechanische Fertigung Leichtzeitig aber auch eine Kunststofffertigung wo Kunststoffteile hergestellt worden sind und wo Teile vorbearbeitet worden sind.

00:06:27: Also extrem diverser Maschinenpark, diverse Technologien.

00:06:33: auch das war lokal organisiert.

00:06:37: was ich aber eingeführt habe und jetzt fangen wir an über die Standortübergreifende Instandhaltung und Technologie zu sprechen war zum Beispiel in der Galwanik in der Beschichtung dass man über die standorte hinweg sich ausgetauscht hat dann auch mit den Herstellern gesprochen gemeinsame Wartungsverträge abgeschlossen hat.

00:06:55: Das war auf jeden Fall ein ganz großer Schritt nach vorne, der sehr wichtig war.

00:07:00: Ansonsten war die Instandhaltung lokal am Standort.

00:07:05: es gab keine Zentrale, gab auch keine Erfassung von zentralen Daten.

00:07:11: allerdings am standort war vieles schon bereits automatisiert.

00:07:14: also die OEE die anlagen verfügbarkeit alles das ist schon elektronisch erfasst worden und zentral aber nur am Standort ausgewählt

00:07:23: worden.

00:07:23: Du sagst, ihr habt das also Standortübergreifen da auch Kompetenz aufgebaut weil in anderen Standorten ähnliche Maschinen und Anlagen auch begrieben wurden?

00:07:33: Gar gar nichts zum Beispiel oder?

00:07:36: Genau!

00:07:36: Also das war jetzt speziell auf die ganzen chemischen Prozesse gemünzt, die sehr speziell sind wo es auch nur wenige Firmen gibt, die externe Firmen und Automatisierung vornehmen kann.

00:07:52: Was die mechanische Fertigung anbetrifft, das war jeweils am Standort in Frankreich, Belgien oder auch im Prag.

00:08:02: Okay

00:08:02: sehr gut.

00:08:05: Gab es da noch so eine Haupterkenntnis?

00:08:11: Oder Haupterfahrung?

00:08:12: Auch schlechte Erfahrungen?

00:08:13: Ja

00:08:14: genau!

00:08:16: Ich hoffe der ist sehr gut gefragt.

00:08:18: Ich denke, es war eine Haupterfahrung dass die Transparenz die man dort schon hatte in der mechanischen Fertigung dazu geführt hat das man wirklich wusste welche Anlagen öfters ausfallen welche präventiven Maßnahmen gewirkt haben wo man nach arbeiten musste, damit die Ausfallraten noch weiter runtergegangen sind.

00:08:44: Also die insgesamt bei den Anlagen verfügbarkeit sehr gut und vor allem quasi transparent.

00:08:50: Super danke!

00:08:51: Dann gehen

00:08:51: wir zum dritten

00:08:52: BMW.

00:08:55: Ja BMW da war ich sehr lange in der Motorenentwicklung und Motorenfertigung.

00:09:02: Die BMW hat eine Balance zwischen Zentraler Planung und Werksplanung ganz anders als zum Beispiel Peugeot, mit denen wir zusammengearbeitet haben.

00:09:16: Als wir den neuen Minimotor entwickelt haben die Franzosen machen das komplett zentral Das Werk hat keine Mitsprache.

00:09:26: Die Planung wird Zentral in Paris gemacht und dann wird eingekauft Und die Anlagen werden aufgestellt.

00:09:33: bei BMW findet eine Diskussion zwischen zentrale Planung und Werksplanung statt.

00:09:40: Man durchaus lokale Optimal finden kann.

00:09:42: Allerdings ist es die Zentralplanung, die letztendlich entscheidet wie die Anlagen auszusehen haben und welche Kennwerte versprochen werden.

00:09:55: muss man sich so vorstellen.

00:09:57: kommt ein neuer Motor zum Beispiel neuer Zylinderkopf dann wird die Transferstraße komplett in München ausgelegt Und das werden die verfügbarkeiten auch mit dem Hersteller vereinbart.

00:10:12: Die Werksplanung kann ihre Erfahrungen einbringen und eventuell wieder Verwendung von alten Anlagen, aber im Regelfall ist es so dass die Transferanlage komplett neu ist und dann von der Zentralplanung beschafft wird, im Werk aufgestellt wird und die Werks-Planung ist zuständig für die Erreichung der Anlagen verfügbarkeiten für die Instandhaltung und für die kontinuierliche Verbesserungen.

00:10:41: Dort gab es eine sehr gute Transparenz, weil natürlich die Zentralplanung mit jeder neuen Linie dazugelernt hat und dann auch die Standards erhöht hat was wiederum dazu geführt hat das natürlich in den Werken auch anspruchsvollere Ziele gesetzt wurden.

00:10:58: Interessant ist hier anders als bei den ersten beiden Firmen Wenn der Zylinderkopf ausläuft, wenn der Motor ausläift wird im Regelfall die gesamte Transferstraße verschrottet.

00:11:14: Hatt

00:11:15: ihr jetzt noch mal zur Instandhaltung?

00:11:17: Du sagtest, die Zentrale hat die Transferstrasse geplant und dann im Werk war die Verantwortung für den Standhaltungen.

00:11:26: Hat also die Zentralis sich aus dem Thema in Standhaltung ausgehalten oder hat sie sozusagen bei der Anlageplanung gleich mitgedacht dass die Anlage auch wartungsfreundlich ist, oder hat vielleicht auch den Wartungsvertrag mit dem Hersteller gleich abgeschlossen.

00:11:39: Wie war da die Aufgabenteilung zwischen Zentrate und Werk?

00:11:45: Also im Prinzip war mit der Aufstellung der Anlage komplett die Verantwortung im Werk.

00:11:51: Diskussionen gab es nur dann – und die haben natürlich stattgefunden wenn das was in der Zentralplanung geplant wurde und was der Lieferant an Anlage geliefert hat Nicht, dass erfüllt hat was ursprünglich ausgemacht wurde.

00:12:08: Dann gab es immer Diskussion wer war jetzt hier Schuld?

00:12:11: War's die Instandhaltung?

00:12:12: Was ist die Planung?

00:12:14: Im Regelfalle war das aber etwas was das Werk... ...lösen musste.

00:12:19: Aber letztendlich des Werk auch für die Lieferungen der Stückzahlen verantwortet war.

00:12:23: Das heißt in Standhaltungsverantwortung war klare Verantwortung im Werk?

00:12:28: Genau!

00:12:30: Letztendlich die Verantwortung der Zentralplanung die Anlage so zu konzipieren, dass die Kennwerte auch erreicht werden.

00:12:44: Wollen wir jetzt

00:12:45: zum Beispiel also das Werk betrachten?

00:12:48: Das Werk besteht aus einer Fertigung, es besteht auch aus Roh- und Fertig-Warnlägern, das besteht auch von Gebäuden oder Gränen usw.. Also war die Instandhaltung im Werk geteilt nach Fertikungs-Bleitschen-Gebäude oder war das alles in einer Instandheitungsverantwortung?

00:13:07: Gute Frage.

00:13:08: Die mechanische Fertigung und im Regelfall werden ja Zünderkopf, Kurbelgehäuse und Kürbelwelle gefertigt die das Bleu und die Nockenwelle werden zugeliefert.

00:13:26: Und für die drei Fertigungsstraßen die ich jetzt erwähnt habe war die Instandhaltung bei der Fertighun hatte den Vorteil dass die Fertigkeit nie eine Ausrede hatte dass jemand auf der Schuld war, wenn irgendetwas nicht funktioniert hat.

00:13:43: Das Facility Management war zuständig falls also Kräne gebraucht worden sind Pumpen, Kühungen, Ventilatoren und so weiter.

00:13:52: das war alles beim Facility management.

00:13:55: ich war ja selbst im Werk zuständig für die Qualitätsmanagement und dort war in Prinzip die ganze Wartung und Kalibrierung der Messtechnik Auch in der Verantwortung der Messtechnik.

00:14:09: Da gibt es auch keine Synergie, ob ich jetzt eine Anlage habe die mechanisch fertigt oder eine drei D-Koordinaten Messmaschine.

00:14:17: das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

00:14:19: gibt's keine.

00:14:20: Syenergie hat auch wiederum Sinn gemacht dass die Messtechnika für ihre eigene Wartung zu

00:14:24: gehen.

00:14:24: Das heißt also diese verschiedenen Instandhaltungs-Trupps wurden die irgendwie koordiniert?

00:14:30: Oder gab es da einen Head Off in Maintenance?

00:14:34: Nein, die waren genau wie ich gesagt habe.

00:14:36: Letztendlich das Facility Management war bei HR Das Qualitätsmanagement, die Messtechnik war bei mir in der Fertigungsplanung und Qualitäz-Management Und die Instandhaltung für die mechanische Fertigung war bei dem Leiter der mechanischen Fertierung.

00:14:53: Super!

00:14:54: Danke!

00:14:55: Gab es da noch irgendwie eine Haupterkenntnis?

00:14:56: Also was würde heute anders machen oder würde das heute genauso wieder machen?

00:15:01: aus Blick BMW?

00:15:06: Ich habe mich damals dagegen gewährt, natürlich die Planung abzugeben an die Fertigungskollegen.

00:15:13: Ich denke dass es keine schlechte Idee ist wenn die Planungen in der Fertigung sind weil man sie dann auch benutzen kann für die kontinuierliche Bestechnik.

00:15:21: Die

00:15:21: Planung der Produktionsmengen und Sortiment oder die Planungsrechtshaltung?

00:15:29: Weder noch!

00:15:29: Also die Ferdigungsplanung war so definiert das dort neue Transferstraßen gemeinsam mit Zentralplanungen geplant worden sind.

00:15:40: Sie war auch zuständig, wenn es geometrische Änderungen gab an den Bauteilen das entsprechend zu implementieren.

00:15:49: aber man muss natürlich sagen dadurch dass die bei mir organisiert waren in der Fertigungsplanung waren sie natürlich zu bequem Wenn es weniger Arbeit gab einfach an der Effizienz Verbesserung zu arbeiten weil sich dem Druck der Ferdigung da wieder setzt haben.

00:16:07: Okay, und gibt es eine Konsequenz für die Organisation der Instandhaltung?

00:16:13: oder sagtest du das war eigentlich so würde man's wieder machen?

00:16:17: Getrennte Instandhalten nach den Gewerken weil sie einfach ganz unterschiedliche Maschinen sind.

00:16:24: Also die Trennung der In standhaltungen bei BMW in der Motorenfertigung würde ich nicht anders organisieren.

00:16:32: Ich könnte mir aber vorstellen dass eine Zusammenlegung der Fertigungsplanung mit der In Standhaltung unter dem Dach der Fertigung noch weiter an Effizienz gewinnen

00:16:44: können.

00:16:46: Wolfgang, ganz herzlichen Dank!

00:16:48: Das war Wolfgang Konrad mit einem dreißigjährigen Industriekarriere in allen Aspekten von der Entwicklung bis zur QM sozusagen mit drei Beispielen aus deiner Karriere jeweils mit dem Schlaglicht auf das Thema in Standhaltung.

00:17:08: Ganz ganz herzlichen Dank, lieber Wolfgang und schönen Abend noch!

00:17:13: Sehr gerne.

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